Aus den Löwenkindern von Ende 2023 sind nun richtig gestandene Löwen geworden. Noch immer kann ich hautnah mit ihnen interagieren, doch das Risiko einer Verletzung steigt enorm. Problem ist einfach, dass die Löwen spielen wollen und im Eifer des Gefechts einfach nicht mehr ihre Waffen ,nämlich Zähne und Krallen, im Griff haben. Für mich kann das schnell tödlich enden. Immer wieder musste ich löwenmäßig sehr sauer werden, um mich im letzten Moment zu schützen.
Ein eindeutiger Hinweis, weswegen ich nun viel vorsichtiger sein muss, ist, dass die Löwentöchter keine Lust haben mit den Brüdern zu spielen. Es gibt sogar bei ihnen die ein oder andere Jagdverletzung. Einer der ehemaligen Löwenkinder ist nun schon ein Monster, obwohl er noch gut ein Jahr wachsen wird. Ich schätze er bring locker 220 kg auf die Waage. Jedesmal wenn es auf mich zuraunte, dachte ich eher, ein Erdbeben rollt auf mich zu.
dennoch hatte ich eine tolle Zeit unter Löwen. Diese nutzen allerdings nun ihr gesamtes Revier von rund 1.600 qkm, was für mich viele Herausforderungen darstellte. Besonders aufgrund der teils sehr heftigen Regenfällle, waren Pfannen verschlammt und ich konnte es nicht riskieren zu queren. Und dann gibt es ja noch die vielen dichten Büsche, die dem Filmauto enorm zusetzen sowie gelegentlich eine unüberwindbare Hürde darstellen.
Von der Zentralkalahari ging es dann in Richtung der mittlerweile zweitgrößten Migration Afrikas und damit Richtung Film-Fly-In-Produktion mit Gästen (siehe auch hier die Dokumentation dieser Tour). Dazu hier mehr. Über die Migration und den Start der Tour berichte ich später in weiteren Blogeinträgen…
Und hier das neue Album „Wild Life & Love“. Viel Freude beim Hören.
