Eigentlich war das Jahr bisher eine ganz lange Filmproduktion. Es ist so viel passiert, dass ich die Produktion von Januar bis März bisher hier im Blog nur zu einem kleinen Teil überhaupt reflektieren konnte. Ich gelobe allerdings nun Besserung. Ich werde  nun bis Anfang August in Europa sein und da vor allen Dingen nacharbeiten und das Jahresmagazin für die Stiftung vorbereiten.

Die eine Produktion ging ja Ende März zu Ende, die andere startete dann gleich nach Mitte April. Eigentlich war es also eine ganz lange Filmproduktion mit kurzer Pause in Europa.

Was jedenfalls ein fortlaufendes Phänomen war, ist, dass der Kalahari-Teil ‚Botswana‘ historische Regenfälle abbekommen hat. Das begann bereits im September 2025. Und es zog sich tatsächlich bis in den Mai. Wobei nicht überall enorme Fluten waren, denn man muss immer auch den Aspekt der tektonischen Bewegungen berücksichtigen. Botswana ist so flach, dass es da schnell auch zu Blockaden kommt, die Wasserläufe versperren und ganze Flusssysteme beeinflussen.

Dicker Nebel

Im März endete ich ja in der Zentralkalahari mit Regen und dicken Nebel. Der Nebel hatte auch damit zu tun, dass die Regenzeit ungewöhnlich kalt war. So erreichte die Luft häufiger ihren Taupunkt und bildete damit beträchtliche Nebelbänke. Das Ergebnis waren spektakuläre Szenen mit meinem Löwenrudel in einer mystischen Nebelwelt der Kalahari. Ziemlich genau vier Wochen später war ich wieder da.

Es zeichnete sich schon das ab, was ich im März erlebte, nämlich das Löwenrudel wird halt sehr erwachsen. Der Spieltrieb ist noch da. Zuweilen ist der Spieltrieb sogar heftig. Da aber gleichzeitig die ehemaligen Löwenkinder enorme Masse auf die Waage bringen, wird und wurde es teilweise sehr gefährlich für mich. Gerade als Kameramann vergisst man manchmal, dass man eher menschlicher Löwe sein soll, als hinter der Kamera zu agieren und damit tendenziell etwas falsch zu machen, was einem… Also mit anderen Worten, ich sollte nun stets versuchen imm mich präventiv als „Löwe“ richtig zu verhalten, damit es nicht zum Unglück kommt.

Später Regen

In der Zentralkalahari gab es tatsächlich am 5. Mai einen weiteren heftigen Regentag. Normalerweise beginnt Mitte April die Trockenzeit. Gerade aber am vergangenen Wochenende hatte ich mit meiner Mitarbeiterin in Maun telefoniert. Dort gab es am Tag zuvor heftigen, also am 19.06. (!) heftigen Regen. Ich vermute, dass auch da die Zentralkalahari nochmals nass geworden ist.

Versprochen, es gibt nun wieder mehr Blogeinträge zu den zurückliegenden Produktionen, zumal wirklich nicht nur tolle Szenen in den Kasten kamen. Nein, auch bezüglich der Matto Barfuss Stiftung hat sich so viel getan, dass ich vor Arbeit fast verrückt werde.

Live und in Farbe alles über Afrika dann wie immer bei den Afrikawochenenden (hier Infos)

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